Tag Archives: Film

Superclásico

Boca: 2 – Riverplate: 0. Seitdem River in die zweite Liga abgestiegen ist, sind die regulären Begegnungen Mangelware, und es müssen Freundschaftsspiele wie das gestrige herhalten, um das kollektive Verlangen nach einem Kräftemessen zwischen den Erzrivalen zu stillen. Vor einer Kulissen von Polizisten und Fans im Verhältnis 1:10 machte River das Spiel, während Boca die Tore schoss und demonstrierte, wer von beiden der Erstligist ist.

Das Superclásico stellt auch Namen und Kulisse für den dänischen Film zur Verfügung, der dieses Jahr als bester fremdsprachlicher Film für den Oscar nominiert ist. Sieht zwar ein bisschen klamottich aus, bin aber trotzdem schon in freudiger Erwartung, dass er hier in die Kinos kommt.

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Un abrazo.

Das Lied in mir – El día que no nací

“Das Lied in mir” (El dí que no nací) von Florian Cossen lief als Beitrag auf dem diesjährigen Festival de Cine Aleman in Buenos Aires.

Der Film handelt von der in Deutschland aufgewachsenen Maria (Jessica Schwarz), deren Identität sich bei einem nicht geplanten, den Umständen geschuldeten Aufenthalt in Buenos Aires in einen Scherbenhaufen verwandelt. Nach und nach erfährt sie die Wahrheit ihrer Herkunft: Diejenigen, die sie ihr Leben lang für ihre Eltern gehalten hat, haben sie adoptiert und bei der Adoption ging es nicht nur mit rechten Dingen zu. Ihre wirklichen Eltern gehörten zu den schätzungsweise 30.000 Personen, die in Argentinien in den achtziger Jahren während der Zeit von Militärdiktatur und Staatsterror spurlos verschwanden und ermordet wurden. Sie lernt ihre verbliebene Familie kennen, gegen deren Willen sie nach Deutschland gebracht wurde. Doch diese Personen sind ihr völlig fremd und sie versteht ihre Sprache nicht. Im Mittelpunkt des Films steht der Konflikt mit ihrem (Atoptiv-) Vater und die plötzlich und unerwartet ausgelöste Identitätskrise.

Auch wenn die Geschichte an einigen Stellen zu unwahrscheinlich konstruiert ist und der Handlung etwas mehr Geschwindigkeit gut zupass käme, nimmt dieser Film einen interessanten Blickwickel auf dieses dunkle Kapitel der argentinischen Geschichte und zeigt schöne, ungeschminkte Bilder aus dem Alltag von Buenos Aires.

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Un Abrazo.

Festival de Cine Aleman

Heute beginnt das Deutsche Filmfestival von Buenos Aires. Die Filme, sieht man mal von “Hanni und Nanni” ab, sehen recht vielversprechend aus. Vielleicht kann das ja etwas daran ändern, dass die Existenz des deutschen Films sowie deutscher Schauspieler hier total unbekannt zu sein scheint.

Update 30/09/2010:

Das Festival ist mittlerweile rum. Den Publikumspreis gewonnen hat “Die Fremde”, der auch diesjähriger deutscher Wettbewerber um den Oscar für den besten ausländischen Film ist. Es gab schöne Filme zu sehen, viele Regisseure waren anwesend und haben nach dem Film Fragen beantwortet und aus dem Nähkästchen geplaudert (u.a. auch Feo Aladag). Das Interesse an den Filmen war ausserordentlich gross. Eine gelungene Veranstaltung.

Un abrazo.